Ein beeindruckendes Jubiläum!

150 Jahre Städtischer Konzertchor Winfridia Fulda 

Als Vorsitzende erfüllt es mich mit großer Freude und auch mit Stolz, dieses besondere Jubiläum gemeinsam mit unserem Chor feiern zu dürfen. 150 Jahre Chorgeschichte bedeuten vor allem eines: Menschen, die über Generationen hinweg ihre Begeisterung für die Musik miteinander geteilt, weitergetragen und immer wieder neu mit Leben erfüllt haben.

Es ist ein großes Geschenk, dass es uns nach 150 Jahren noch immer gibt! Das ist keineswegs selbstverständlich. Es ist vor allem das Ergebnis des persönlichen Einsatzes jeder einzelnen Sängerin und jedes einzelnen Sängers. Jede Probe, jede Stimme, jede helfende Hand und jede Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, trägt dazu bei, dass unsere Musik lebendig bleibt und wir unser Publikum immer wieder aufs Neue begeistern dürfen.

Was motiviert Menschen, sich in einem Chor zu engagieren? Für mich ist es die wunderbare Erfahrung von Gemeinschaft, das oftmals tief berührende Erleben der ausgewählten Chorliteratur und die besondere Freude, mit der eigenen Stimme Teil eines großen Ganzen sein zu dürfen.

Engagement und Freude sind wichtige Voraussetzungen für ein lebendiges Chorleben. Doch ebenso wichtig sind Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich für die Zukunft unseres Chores einzusetzen. Auch die besten Ideen und das größte Engagement brauchen dafür eine verlässliche finanzielle Grundlage. Deshalb gilt mein besonderer Dank heute unseren Sponsoren und Förderern, allen voran der Stadt Fulda und der Sparkasse Fulda für ihre langjährige und verlässliche Unterstützung. Ohne diese Unterstützung wären unsere Chorarbeit und unsere Aufführungen in dieser Form nicht möglich. Nur so kann die Winfridia ihren Teil zur kulturellen Vielfalt und zur Bereicherung der Kulturlandschaft unserer Stadt Fulda beitragen.

Von Herzen danke ich auch meinen Vorgängern im Amt, Michael und Maximilian Traut, sowie meiner Vorgängerin Susanne Haskamp, die unseren Chor mit großer Umsicht und Verantwortungsbewusstsein durch die herausfordernde Zeit der Pandemie geführt hat. Sie alle haben weit über die eigentliche Vorstandsarbeit hinaus mit unermüdlicher Tatkraft und viel Herzblut Verantwortung übernommen.

Mein Dank und meine Anerkennung gelten ebenso allen vorangegangenen Generationen und Persönlichkeiten, die die Winfridia über viele Jahrzehnte mit ihrem Wirken maßgeblich gestaltet und getragen haben. Stellvertretend möchte ich besonders unseren langjährigen Chordirektor Reinhold Feldmann hervorheben, der den Chor 28 Jahre lang mit großer Hingabe geleitet, musikalisch entwickelt und nachhaltig geprägt hat. Ein ebenso herzlicher Dank gilt seiner Frau Brigitte Groß-Feldmann, die ihn auf diesem Weg begleitet und unseren Chor stets unterstützt hat.

150 Jahre Winfridia: das sind 150 Jahre voller Musik, Gemeinschaft, Engagement und Verbundenheit. Es sind 150 Jahre, in denen Menschen ihre Zeit, ihre Kraft und ihre Leidenschaft eingebracht haben, damit Chormusik in Fulda lebendig bleibt.

Möge die Winfridia auch in Zukunft Menschen verbinden, Musik zum Klingen bringen und ein lebendiger Teil der Kulturlandschaft unserer schönen Stadt Fulda bleiben.

Auf die nächsten 150 Jahre! Ihre Elke Hohmann

Joseph Haydn (1732 – 1809)

Die Schöpfung

Die Himmel erzählen

Die „Schöpfung” ist, wie auch die „Jahreszeiten”, das Spätwerk eines Komponisten, der in beiden Werken seine lebenslange Erfahrung zusammenfasst und etwas Neues, Zukunftsweisendes, Modernes schafft: Das Oratorium als persönliches Gesamtkunstwerk. Beide Oratorien entstanden relativ kurz hintereinander, wobei die etwas später komponierten „Jahreszeiten“ immer ein wenig im Schatten der „Schöpfung“ standen, obwohl die Uraufführung der „Jahreszeiten“ auch sehr erfolgreich war. Aus verschiedenen Gründen stand auch Haydn selbst den „Jahreszeiten“ etwas distanzierter gegenüber, was er zugespitzt so äußerte: „In der Schöpfung singen die Engel und in den Jahreszeiten die Bauern.“ Trotzdem werden beide Werke bis heute sehr publikumswirksam aufgeführt und gehören auch zum festen Repertoire der „Winfridia“.

Zu der Komposition der „Schöpfung“ wurde Haydn vermutlich während seiner Aufenthalte in England inspiriert. Als er dort die Oratorien von Georg Friedrich Händel hörte, insbesondere den „Messiah“, war er tief beeindruckt. „Er ist der Meister von uns allen“, soll Haydn, der damals berühmteste Musiker Europas, gesagt haben. Diese Art von Musik, insbesondere mit der großen Besetzung, wollte er in die Sprache der Klassik übertragen. So entstand mit der „Schöpfung“ eine neue Form des Oratoriums: nicht mehr der strenge Wechsel von Rezitativen und Arien, sondern Konzentration auf das Wesentliche in Verbindung mit größerer Formenvielfalt. Der Chor wird deutlich aufgewertet und reagiert auf die Aussage des Textes. Dies zeigt sich sehr deutlich in dem Satz „Die Himmel erzählen“, einem der bedeutendsten Chöre des Oratoriums. Er bildet den Schlusspunkt des ersten Teiles und ist gleichzeitig der Abschluss des vierten Tages der biblischen Schöpfungsgeschichte, die in dem gesamten Oratorium nachgezeichnet wird. Im Wechsel mit dem Terzett, bestehend aus den Erzengeln Gabriel, Uriel und Raphael, wird das Werk Gottes in Form der Erschaffung von Licht, Himmelskörpern, Wasser, Wetter und Pflanzen gefeiert.

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)

95. Psalm op. 46

Kommt, lasst uns anbeten

Felix Mendelssohn Bartholdy empfand eine große Wertschätzung für die Musik von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel und war sehr interessiert daran, insbesondere die Werke von Bach, die im 19. Jahrhundert fast völlig in Vergessenheit geraten waren, zu studieren, sie wieder aufzuführen und selbst Kirchenmusik zu komponieren. So entwickelte Mendelssohn seine ganz eigene musikalische Sprache, indem er auf einzigartige Weise die Bach’sche Stilistik und Formensprache mit der Emotionalität und dem Farbenreichtum der Romantik verband.

Die erste Vertonung des 95. Psalms entstand im Jahr 1838, wurde aber von Mendelssohn noch zweimal überarbeitet, sodass die endgültige Fassung aus dem Jahr 1841 stammt. Mendelssohn war zu dieser Zeit Dirigent des Gewandhausorchesters in Leipzig, der Stadt, in der der von ihm so verehrte Bach hundert Jahre zuvor als Thomaskantor gewirkt hatte, was sicher für den Komponisten Mendelssohn Ansporn und Inspiration gleichzeitig war.

Den „95. Psalm“, komponiert für vier Solostimmen, gemischten Chor und Orchester, hielt Mendelssohn selbst für eine seiner bedeutendsten geistlichen Kompositionen. Lange hatte er sich mit der Textfassung des Psalms beschäftigt und auch die Verse teilweise umgestellt, um sie der Dramaturgie der Musik anzupassen.

„Kommt, lasst uns anbeten“ ist der Eröffnungschor, in dem die Menschen aufgefordert werden, Gott als Schöpfer der Welt zu preisen. Beginnend mit dem Solo-Tenor, der wie ein Vorsänger fungiert, greift der Chor das Thema auf, wiederholt und ergänzt es. Dadurch entsteht eine kraftvolle Dynamik, die den Textgehalt musikalisch unterstreicht und die Größe des Schöpfers spürbar macht.

Dieser Psalm gehört zum festen Repertoire der „Winfridia“ und wurde im Rahmen verschiedener Konzerte aufgeführt.

Antonín Dvořák (1841 – 1904)

Stabat Mater

Eja mater

Antonín Dvořák gehört zu den weltweit meistgespielten tschechischen Komponisten. Seine bekanntesten Werke sind neben dem „Stabat Mater“ auch die Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“ sowie die „Slawischen Tänze“.

Das „Stabat Mater“ ist die erste größere kirchenmusikalische Komposition Dvořáks und das erste Werk, das er ohne Auftrag anfertigte. Im Jahr 1876, im Alter von gerade 35 Jahren, begann er mit der Arbeit daran. Die Textgrundlage bildet das mittelalterliche Gedicht „Stabat mater dolorosa“, in dessen Mittelpunkt die trauernde Mutter Maria steht, die vor dem Kreuz ihren toten Sohn beweint.

Ein möglicher Impuls, sich dieser Thematik zuzuwenden, könnte ein persönlicher Schicksalsschlag gewesen sein: Einige Monate vorher war seine Tochter Josefa kurz nach der Geburt gestorben. Und auch während der Arbeit an der Komposition, die mit Unterbrechungen zwei Jahre um-fasste, starben zwei weitere Kinder von ihm. Diese tragischen persönlichen Erfahrungen spiegeln sich auch stark in der Musik wider. Im Laufe des Werkes, das sehr an ein Requiem erinnert, wandeln sich jedoch Schmerz und Verzweiflung in Hoffnung und Trost. 

Schon die Prager Uraufführung im Jahr 1880 war ein großer Erfolg. Seinen weltweiten Siegeszug trat das „Stabat Mater“ aber erst nach der Premieren-vorstellung in der Londoner Royal Albert Hall im Jahr 1883 an. Dvořák wurde daraufhin nach London eingeladen, dirigierte sein Werk noch einmal selbst und löste erneut Begeisterungsstürme aus. „Von Nummer zu Nummer wuchs die allgemeine Begeisterung und gegen Ende war der Applaus so groß, dass ich dem Publikum immer wieder danken musste“, sagte Dvořák nach der Aufführung.

Dvořák hat das „Stabat Mater“ für vier Gesangssolisten (Sopran, Alt, Tenor, Bass), einen vierstimmigen gemischten Chor, Sinfonieorchester und Orgel konzipiert, die in den insgesamt zehn Sätzen in unterschiedlicher Weise eingesetzt werden. 

Das „Eia, mater, fons amoris“ (Ach Mutter, Quelle der Liebe) ist der dritte von insgesamt zehn Sätzen und ein reiner Chorsatz. Er erinnert an einen feierlichen Trauermarsch.

Mit der Aufführung dieses Werkes im Frühjahr 2011 gab Carsten Rupp sein Debüt als musikalischer Leiter und Dirigent der „Winfridia“.

Arthur Honegger (1892-1955)

Le Roi David

Tanz vor der Bundeslade

Arthur Honegger war ein Schweizer Komponist. Von ihm stammen etwa 200 Werke, darunter Sinfonien, Opern, Oratorien, Film- und Ballettmusik sowie Chorwerke. Er gehörte der Gruppe Le Six an, einem Zusammenschluss von sechs französischen Komponisten. Sie waren sich einig in der Ablehnung des romantischen und impressionistischen Musikstils im Sinne Wagners und Debussys und wandten sich vorrangig zeitgenössischen Stilformen zu.

1921 komponierte er für das Théâtre du Jorat in Mézières die Bühnenmusik Le Roi David. Nach der erfolgreichen Uraufführung bearbeitete Honegger das Werk und machte daraus ein Oratorium mit Instrumentierung für großes Orchester mit dem Untertitel „Symphonischer Psalm“. Während Honegger in der Version originale das Libretto von René Morax in französischer Sprache verwendet, so wie sie auch in der heutigen Aufführung zu hören sein wird, nutzte er für die Uraufführung der Orchesterversion die deutsche Nachdichtung von Hans Reinhard.

Im Mittelpunkt des Werkes „Le Roi David“ stehen die Höhen und Tiefen des Lebens von David, dem ersten König der Israeliten. Honegger setzt diese biblische Geschichte in ein mannigfaltiges Klangerlebnis um und bedient sich hierbei aus dem Repertoire der musikalischen Ausdrucksweisen verschiedenster Epochen, um ein vielfarbiges Porträt des Urbildes aller israelitischen Könige zu zeichnen.

Der „Tanz vor der Bundeslade“ gilt als der dramatische Höhepunkt des Werkes. Er beschreibt den Einzug von König David in Jerusalem, um die Bundeslade, die die Steintafeln mit den Zehn Geboten Gottes enthält, als Garant für die ewige Verbindung mit Jehova in seine Königsstadt zu überführen. David, der auch als Dichter und Musiker bekannt geworden ist, beginnt einen ekstatischen Tanz vor dem Heiligtum, um auf diese Weise seinen Dank an Gott auszudrücken. Er zeigt sich dadurch nicht nur als weltlicher Herrscher, sondern gleichzeitig auf eine transzendentale Ebene entrückt als Tänzer vor Gott.

Das Geschehen lockt zahlreiche Menschengruppen an, um in den Lobpreis Gottes, der die Seinen nie verlässt, einzustimmen.

Das Stück beginnt ruhig mit einer Flötenweise und steigert sich allmählich zu einem gewaltigen Orchesterausbruch und verbindet Sopransolo und Chor zu einem intensiven Klangerlebnis.

Joseph Haydn (1732 – 1809)

Die Jahreszeiten

Sei nun gnädig

Nachdem Joseph Haydn 1798 mit seiner „Schöpfung“ große Erfolge feiern konnte, schrieb er auf Drängen seines Librettisten, des Barons van Swieten, ein zweites Oratorium: „Die Jahreszeiten“. Die Uraufführung am 24. April 1801 im Palais Schwarzenberg in Wien, von Haydn persönlich geleitet, war durchaus erfolgreich. Dennoch konnten „Die Jahreszeiten“ in der Folgezeit nicht an den großen Ruhm der „Schöpfung“ anknüpfen. Die Fokussierung auf die Naturidylle im Jahreskreis, die heute vielleicht etwas bieder wirkt, traf schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht den Zeitgeschmack. Ein Werk mit diesem Sujet, noch dazu ohne richtige Handlung, entsprach so gar nicht der damaligen Vorstellung von einem Oratorium. Typisch für dieses Genre waren vielmehr Motive aus der antiken Mythologie oder christliche Szenen.

Doch die scheinbar lose Aneinanderreihung der vier Jahreszeiten bringt Haydn meisterhaft in eine verbindende musikalische Form, indem er unter anderem jeder Jahreszeit eine eigene Charakteristik zuweist.

„Sei nun gnädig“ ist ein Bittgesang aus dem ersten Teil, „Frühling“, für Terzett und Chor. Der Schauplatz ist vielleicht ein Dorf in einem sanft hügeligen Landstrich Niederösterreichs, dort, wo auch Haydn lebte. Der Schauplatz könnte aber auch in der Nähe des Schwarzen Moors in der Rhön sein.

Die Protagonisten des Terzetts sind der Bauer Simon, seine Tochter Hanne und der Jungbauer Lukas. Gemeinsam mit den Dorfbewohnern, dargestellt von dem Chor, bitten sie den Himmel darum, dem Land Segen zu spenden in Form von Sonne, Wärme und genügend Wasser sowie Wetterunbilden fernzuhalten, damit ihre Arbeit im Herbst von Erfolg gekrönt sein wird.

Christopher Tin (*1976)

Baba Yetu

Wer mit Videospielen vertraut ist, hat vielleicht auch schon den Song „Baba Yetu“ gehört: Er ist das Titellied des 2005 erschienenen Videospiels „Sid Meier’s Civilization IV“. Als „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet, wurde auch der Song weltberühmt. Musikgeschichte schrieb er aber, nachdem Christopher Tin das Lied auf seinem Album „Calling All Dawns“ noch einmal veröffentlicht hatte. Sowohl das Album als auch der Song „Baba Yetu“ wurden 2011 für den Grammy nominiert und beide gewannen den Preis auch. „Baba Yetu“ ist somit das erste Musikstück aus einem Video-Spiel, das einen Grammy gewonnen hat.

„Baba Yetu“ ist Suaheli und heißt „Vater unser“. Es ist eine Vertonung des bekannten christlichen Gebetes. Die Musik von Christopher Tin verbindet klassische westliche Chor- und Orchestermusik mit afrikanischen Rhythmen und Melodien. So entstand ein Musikwerk, das durch seine Energie begeistert und mitreißend wirkt.

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)

Messiah

Hallelujah

„Der Messias“, oder im englischen Original „Messiah“, gilt als das populärste Werk Händels und wird heute gerne als das Oratorium aller Oratorien bezeichnet. Insbesondere das „Hallelujah“ hat einen großen Wiedererkennungswert und dies nicht nur in England, wo das Publikum traditionell aufsteht, wenn dieser Titel erklingt.  Der Legende nach soll König George II bei einer Aufführung dieses Stückes so überwältigt gewesen sein, dass es ihn nicht mehr auf dem Stuhl gehalten hat. Seine Untertanen durften dann natürlich nicht sitzenbleiben, wenn der König steht.

Der vierstimmige Chorsatz ist, wie das gesamte Oratorium, opernhaft angelegt und steigert sich dynamisch mit den Rufen „King of Kings, and Lord of Lords“ zu dem triumphalen Hallelujah.

Eine besondere Bedeutung hat dieses Oratorium auch für die „Winfridia“: Im Jahr 1948 wurde dem Chor nach Aufführung dieses Werkes von dem damaligen Oberbürgermeister Dr. Cuno Raabe der Titel „Konzertchor der Stadt Fulda“ verliehen. 2016 feierte die „Winfridia“ mit der Aufführung dieses Werkes ihr 140jähriges Bestehen.

Hugo Staehle (1826 – 1848)

Arria

Fischerchor

Dem in Fulda geborenen und in Kassel aufgewachsenen Hugo Staehle stand eine große Karriere als Musiker und Komponist bevor, doch das Schicksal meinte es nicht gut mit ihm: Eine Hirnhautentzündung führte zum frühen Tod des äußerst begabten jungen Mannes.

Das mag eine Ursache dafür sein, dass der sehr talentierte Staehle relativ schnell in Vergessenheit geraten ist und man sich erst allmählich im Zusammenhang mit der Forschung zu seinem Lehrer und Gönner Louis Spohr auch an Hugo Staehle erinnerte.

So widmete die Winfridia die Konzertreihe „Fuldensie I und II“ im Rahmen des Fuldaer Stadtjubiläums unter anderem dem Andenken an den gebürtigen Fuldaer, indem Ausschnitte aus dessen Oper „Arria“ aufgeführt wurden.

Der 200. Geburtstag von Hugo Staehle in diesem Jahr ist ein gegebener Anlass für die „Winfridia“, die Musik dieses Fuldaer Komponisten auch in diesem Konzert wieder zu Gehör zu bringen.

 „Arria“, von Staehle als große heroische Oper angelegt, entstand im Jahr 1847. Der junge Komponist hatte einige Jahre in Leipzig verbracht, um sich musikalisch weiterzubilden. Trotzdem war der Kontakt zu seinem Kasseler Lehrer und Unterstützer Louis Spohr nicht abgerissen, dem er diese Oper auch gewidmet hat. Nach Staehles Rückkehr nach Kassel wurde das Werk 1847 als Festoper sehr erfolgreich unter dem Dirigat von Louis Spohr uraufgeführt.

Durch den Musikwissenschaftler Dr. Volker Schmidt sind Teile der Oper wiederentdeckt und herausgegeben worden.

Die Handlung spielt im antiken Rom und in Ostia.

Der Fischerchor ist eine Chorszene aus dem zweiten Akt und bringt in die eigentlich dramatische Handlung ein idyllisches und volksnahes Element ein. In neckischer Weise entspinnt sich ein Dialog zwischen den Fischerinnen und Fischern. Während die Frauen vermuten, dass ihre Männer noch schlafen und sie sie zur Arbeit rufen wollen, haben die „Burschen“ bereits einen ordentlichen Fang gemacht. Dieses (vielleicht beabsichtigte) Missverständnis wird von beiden Seiten für kokette Annäherungsversuche genutzt, die natürlich mit gespielter Empörung wieder zurückgewiesen werden, sodass sich ein heiteres Hin und Her ergibt.

Robert Schumann (1810 – 1856)

Zigeunerleben (op.29, Nr. 3)

Das Werk entstand im Jahr 1840, im sogenannten „Liederjahr“ des Komponisten. Die textliche Grundlage bildet ein Gedicht von Emanuel Geipel und zeichnet ein für diese Zeit typisches idealisiertes, romantisches Bild eines ungebundenen Lebens abseits der bürgerlichen Gesellschaft. Aus heutiger Sicht wirkt das hier dargestellte Bild allerdings stark klischeebehaftet.

Schumann fängt die Stimmung des Textes durch einen geschickten Einsatz musikalischer Stilmittel wie Tempo, Spiel mit der Dynamik, aber auch dem Einsatz tänzerischer Elemente ein.

Robert Schumann komponierte das Stück für einen kleinen vierstimmigen Chor und Klavierbegleitung. Der belgische Komponist und Musikwissenschaftler Francois-Auguste Gevaert schuf dazu eine Orchesterfassung unter dem Titel „Les Bohémiens“, um das Lied auch auf größeren Konzertbühnen wirkungsvoll aufführen zu können. 

Guiseppe Verdi (1813 – 1901)

Il trovatore

Vedi! le fosche notturne spoglie (Seht, wie die Wolken am Himmel ziehen)

Die Oper „Der Troubadour“ von Guiseppe Verdi wurde 1853 in Rom uraufgeführt. Die Handlung spielt zu Beginn des 15. Jahrhunderts in Biscaya und Aragonien (Spanien). Im Mittelpunkt steht die Zigeunerin Azucena, die den Tod ihrer Mutter rächen will, die von den Leuten des alten Grafen Luna als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden ist. Daraus entspinnt sich eine Geschichte, deren Protagonisten durch tragische Verwicklungen und immer wieder neue Wendungen in ständig wechselnde emotionale Ausnahmesituationen gestellt werden und letztlich scheitern.

Der sogenannte „Zigeunerchor“ aus dem zweiten Akt der Oper gehört zu den populärsten Opernchören überhaupt. Die Szene spielt im Lager der Zigeuner bei Anbruch des Tages am Fuße eines Berges von Biscaya. Die Männer sind bei der Arbeit, schüren das Feuer und schlagen mit ihren Hämmern im Takt auf die Ambosse ein, weshalb der Chor auch „Ambosschor“ genannt wird.

Johannes Brahms (1833 – 1897)

Liebeslieder-Walzer (op. 52)

Am Gesteine rauscht die Flut

Am Donaustrande

Nein, es ist nicht auszukommen

Ein kleiner hübscher Vogel

Die „Liebeslieder-Walzer“ sind ein Zyklus von insgesamt 18 Liedern für vier Stimmen und vierhändige Klavierbegleitung, entstanden im Jahr 1868. Brahms vertonte Volksliedtexte, meist aus Osteuropa, die aus einer Sammlung von Georg Friedrich Dauner stammen. In lockerer Folge wechseln heiter-ironische Titel mit nachdenklich-melancholischen oder auch kraftvollen Weisen ab. Ein breites Spektrum menschlicher Gefühlsregungen zeigen sich in Form von Liebe und Sehnsucht, aber auch von Spott, Neid und Missgunst. Dass Brahms damit den Geschmack seines Publikums traf, zeigt die überaus erfolgreiche Uraufführung in Wien. Gemeinsam mit seiner engen Freundin Clara Schumann übernahm er die Klavierbegleitung. In ihr Tagebuch schrieb Clara Schumann: „Es war überfüllt, auf dem Orchesterpodium so, dass ich nie wusste, wie ich an’s Klavier kommen sollte. Ich spielte sehr glücklich, das Publicum war in wahrem Enthusiasmus…“.

Der Erfolg der „Liebeslieder-Walzer“ erklärt sich auch dadurch, dass sie sich im besten Sinne für die damals sehr beliebte „Hausmusik“ eignen, um im intimen Rahmen des Salons oder Wohnzimmers zu musizieren. Für die große Bühne schuf Brahms etwas später noch eine Orchesterfassung für eine Auswahl von neun Liedern.

Ralph Vaughan Williams (1872 – 1958)

A Sea Symphony

Scherzo

Ralph Vaughan Williams wurde in Gloucestershire, England, geboren. Er war Schüler von Max Bruch und Maurice Ravel. An der Choralsinfonie „A Sea Symphony“ arbeitete er von 1903 bis 1909. Die Uraufführung im Jahre 1910, an seinem 38. Geburtstag, dirigierte er selbst. Ralph Vaughan Williams hat der britischen Musik des 20. Jahrhunderts entscheidende Impulse verliehen. Er entwickelte für sich einen Kompositionsstil, der einerseits unter dem Eindruck der Spätromantik steht, andererseits dissonante Klänge nicht ausschließt. Wesentlich war für ihn, dass seine Musik von jedem gehört und verstanden werden kann. Maurice Ravel machte ihm ein großes Kompliment, indem er sagte: „Vaughan Williams ist der Einzige meiner Studenten, der nicht so komponiert wie ich.“                                                                             

„A Sea Symphony“ ist die erste und auch längste Sinfonie von R. Vaughan Williams. Die anspruchsvolle Komposition verschaffte ihm bereits in jungen Jahren weltweite Aufmerksamkeit. Da sie eine der ersten Sinfonien ist, in der der Chor ein durchgängiger Bestandteil ist, gilt sie als wegweisend für das 20. Jahrhundert.

Die Texte stammen aus dem Gedichtzyklus „Grashalme“ von Walt Whitman, einem amerikanischen Dichter des 19. Jahrhunderts und thematisieren die Seefahrt, aber auch die verschiedenen Facetten des Meeres mit seiner stillen, fast meditativen Seite, jedoch auch mit der Unbändigkeit des Wassers.

Das Scherzo ist der dritte Teil des Werkes mit dem Titel „The Waves“ (Die Wellen) und ist ein reines Chorwerk ohne Solisten. Temporeich wird das launige Spiel der Wellen, ihr Toben und wildes Peitschen musikalisch nachgezeichnet.

Die Winfridia führte die Sea Symphony 2015 in der Orangerie in Fulda auf. Ein Jahr später, 2016, wirkte ein großer Teil des Chores bei einem Solidaritäts- und Mitsingkonzert des ORSOphilharmonic in der Berliner Philharmonie mit, bei dem ebenfalls die Sea Symphony auf dem Programm stand.

Joseph Haydn (1732 – 1809)

Die Jahreszeiten

Weinfest

Inzwischen ist es Herbst und die ausgelassene Freude über die bereits eingebrachte Ernte ist groß, was in dem Chorsatz „Juhe, der Wein ist da!“ aus dem Oratorium „Die Jahreszeiten“ von Haydn meisterhaft in Szene gesetzt wird:  Mit der Weinlese nähert sich der Herbst seinem Höhepunkt und kaum ist der Most fertig, beginnt ein ausgelassenes Fest. Mit Pfeifen und Trommeln, Fideln und Leiern und sogar einem Dudelsack wird zum Tanz aufgespielt. Im weiteren Verlauf der Feier geraten das Spielen, Singen und Tanzen zu einem ziemlichen Durcheinander, was die gute Stimmung aber nur noch mehr unterstreicht.

Die Sopranistin Christina Rümann wurde in Fulda geboren. Sie erhielt mit fünf Jahren Unterricht am Klavier, seit 1992 in Gesang bei Brigitte Groß-Feldmann und Reinhold Feldmann. Ab 1988 wirkte sie in verschiedenen regionalen Ensembles mit und erhielt 1994 den Förderpreis der Städtischen Sparkasse Fulda.

Nach ihrem Abitur studierte sie von 1995 bis 2000 Gymnasiallehramt mit den Fächern Musik und Geschichte in Köln und erhielt Gesangsunterricht bei Elena Bajew. Von 1998 bis 2002 studierte sie Opern- und Konzertgesang bei Prof. Mechthild Georg. Nach ihrer Diplomprüfung 2002 vervollständigte sie ihre Hochschulausbildung im Aufbaustudiengang Konzertexamen, den sie im April 2004 erfolgreich abschloss. Danach arbeitete sie mit Anna Reynolds, Kurt Widmer und Christiane Hossfeld. Seit 2016 erhielt sie Gesangsunterricht bei Prof. Cheryl Studer.

Zusätzlich besuchte sie Meisterkurse bei Moises Parker und Sona Ghazarian. Sie war Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes (1999), des DAAD (2002) sowie des Deutschen Musikrates (2003). Außerdem erhielt sie einen Förderpreis der Landeshauptstadt Salzburg (2006). Bei mehreren internationalen Wettbewerben erreichte sie das Semifinale (u.a. Belvedere-Wettbewerb Wien) und ist zudem Preisträgerin des internationalen Dichler- Wettbewerbs.

2000 bis 2004 war die Sopranistin Mitglied der Jungen Kammeroper Köln, wo sie als Rosalinde in „Die Fledermaus“

sowie als Fiordiligi in „Così fan tutte“ zu hören war. 2004 bis 2006 gehörte Christina Rümann zum Ensemble des Theaters Erfurt, wo sie u.a. die Königin in Kreneks „Das geheime Königreich“, die Sophie im „Rosenkavalier“ von Strauss sowie das 1. Blumenmädchen in Wagners „Parsifal“ sang. 2006 bis 2008 arbeitete sie freiberuflich und gastierte u.a. als Königin der Nacht am Theater Erfurt, am Staatstheater Cottbus sowie an der Staatsoper Hannover.

Von 2008 bis 2011 sang sie als festes Ensemblemitglied am Theater Dortmund neben der Königin der Nacht die Donna Anna in Mozarts „Don Giovanni“, Ida in Henzes „Der junge Lord“, Rosalinde in Strauß‘ „Fledermaus“, Cleopatra in Händels „Giulio Cesare“, Alice Ford in Verdis „Falstaff“, die 1. Elfe in Dvoraks „Rusalka“ sowie Nella in Puccinis „Gianni Schicchi“. Zusätzlich gastierte sie als Königin der Nacht am Staatstheater Mainz, dem Staatstheater am Gärtnerplatz in München sowie am Theater Aachen. Ihr letztes Dortmunder Debut als Lucia in Donizettis „Lucia di Lammermoor“ wurde von Presse und Publikum gleichermaßen begeistert aufgenommen. Seit 2011 war Christina Rümann freiberuflich tätig und gastierte am Nationaltheater Mannheim (Lucia, K.d.N.), am Theater Erfurt (K.d.N., Eurydike), am Staatstheater am Gärtnerplatz (K.d.N.), am Theater Magdeburg (Rosalinde, Lucia), an der Opera Zuid (Niederlande), an den Theatern Aachen und Kiel sowie an der Oper Halle (K.d.N., Fiakermilli). Zuletzt sang sie am Theater Regensburg und an der Staatsoperette Dresden (K.d.N.), sowie das Verdi Requiem an der Oper Halle. Seit September 2021 ist Christina Rümann als Musikpädagogin am Hermann Lietz Internat Schloss Hohenwehrda tätig.

C h r i s t i n a R ü m a n n

Schlossstraße 4 / D-36148 Kalbach / Tel.:+49 (0)6655 – 986085 / Mobil: +049 (0)177 – 5755301

E-Mail: christina.ruemann@t-online.de / Website: www.christina-ruemann.de

Carsten Rupp wurde in Fulda geboren und erhielt dort umfassenden Grundlagenunterricht an Klavier und Orgel sowie Schlagzeug und Gesang. Mit künstlerischem und pädagogischem Schwerpunkt studierte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt und an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt und sowie Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Tanz in Hamburg. Meisterkurse u.a. bei Linda Hurst, Richard Wistreich, Frieder Bernius, Kurt Widmer und dem Hilliard-Ensemble ergänzten seine Ausbildung. Seit nunmehr fast 30 Jahren arbeitet er als Chordirigent mit verschiedenen Konzert- und Kirchenchören und Vokalensembles, wie zb. der Kantorei am St. Markus Frankfurt/Main und seit 2011 als Chordirektor des Städtischen Konzertchors Winfridia Fulda. Schwerpunkt dieser Tätigkeiten sind konzeptionell- innovative und musikalisch-kulturell anspruchsvolle chorsymphonische Konzerte in Zusammenarbeit mit Orchestern wie der Thüringen Philharmonie Gotha, der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach, der Erzgebirgischen Philharmonie Aue, dem Göttinger Symphonieorchester oder den Virtuosi Brunensis. Im November 2017 zeichnete ihn die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände mit dem Titel „Chordirektor“ aus. Mehrfach wurden seine Konzerte durch den Hessischen Rundfunk aufgezeichnet und gesendet. Er leitete diverse Uraufführungen (u. a. im Rahmen der Tage für Neue Musik in Darmstadt) und übernahm die Position des musikalischen Leiters für verschiedene Opern- und Musicalproduktionen (zuletzt beim „Fuldaer Musicalsommer“) sowie diverse Gastdirigate bei Konzertchören (u.a. Frankfurter Singakademie, German-American-Community-Choir Frankfurt, Bad Hersfelder Festspielchor). Die Zugehörigkeit zu verschiedenen Ensembles des Operetten-, Opern- und Musiktourneetheaterbereichs führten den lyrischen Bariton als Sänger und Solist auf verschiedenste Bühnen und Konzertpodien im In- und Ausland (z.B. Oper Saigon, Konzerthaus Berlin). Zugunsten seiner dirigentischen Arbeit beschränkt er seine gesangliche Tätigkeit heute auf kammermusikalische Konzerte und unterrichtet an der Musikschule der Stadt Fulda Gesang mit dem Schwerpunkt der klassischen Stimmbildung und des Crossovers sowie Dirigieren.

Die Vogtland Philharmonie ist ein überregional agierendes Orchester mit einzigartig vielfältigem Spektrum: klassische Sinfoniekonzerte und Serenaden, festliche Galas, stilvolle „Konzerte in historischen Kostümen“, berühmte Filmmusiken mit Großbildwand und modernste Cross-Over-Produktionen wie „Classics unter Sternen“, „Philharmonic Rock“, „ABBA Tribute in SYMPHONY“ oder „Queen Classic Night“ füllen kleine Konzertsäle ebenso wie riesige Festivalgelände. Zur Förderung des musikalischen Nachwuchses entwickelte das Orchester außerdem erfolgreiche Projekte wie die Bildungskonzertreihe „Kids meet Classic“. Als „Musikalischer Botschafter“ gastiert der Klangkörper in Konzerthäusern der Region und in Musikzentren nahezu aller europäischen Länder, wie dem Goldenen Saal des Musikvereins Wien oder dem Gewandhaus zu Leipzig. Er war mehrfach Gast in der Türkei, China und den USA und ist bewährter Partner beim Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen, beim Internationalen Akkordeonwettbewerb Klingenthal und dem Greizer Stavenhagen Wettbewerb. In einer einmaligen, städte-, kreis- und länderübergreifenden Fusion verschmolz die Vogtland Philharmonie 1992 aus dem Staatlichen Sinfonieorchester Greiz und dem Staatlichen Vogtlandorchester Reichenbach zu einem unverzichtbaren Kulturträger. Wirtschaftlich getragen durch die Freistaaten Thüringen und Sachsen, den Landkreis Greiz und den Vogtlandkreis sowie die Städte Greiz und Reichenbach, führt sie die über 150-jährige Orchestertradition im Vogtland auf höchster Qualitätsstufe fort und begeistert seither mit Innovationsgeist und Erfindungsreichtum.

Der Städtische Konzertchor Winfridia ist der einzige weltliche Konzertchor in der Region Fulda und damit einer der wenigen leistungsorientierten Chöre Osthessens. Er zeichnet sich durch seine über 150-jährige Geschichte ebenso aus, wie durch seine immer wieder neu akzentuierten, jedoch stets gleichbleibend anspruchsvollen Konzertprogramme. Der Name des Chores geht auf den Gründer des Klosters Fuldas, Winfried von Crediton – besser bekannt unter dem Namen Bonifatius – zurück. 1876 als katholischer Männergesangverein gegründet, wurde die Winfridia 1928 mit dem Oratorienchor Cäcilia zu einem gemischten Chor zusammengeschlossen. Seit 1948 trägt die Winfridia den Titel „Konzertchor der Stadt Fulda“, der ihr aufgrund „besonderer Verdienste um das musikalische Wirken innerhalb und außerhalb Fuldas“ durch den Magistrat der Stadt Fulda, vertreten durch den damaligen Oberbürgermeister Dr. Cuno Rabe, verliehen wurde. Derzeit gehören dem Konzertchor etwa 60 aktive Sängerinnen und Sänger an. In wöchentlichen Proben sowie Probenwochenenden studieren sie mit viel Leidenschaft und Freude an anspruchsvoller Musik die wechselnden Programme für jährlich mehrere Konzerte ein. Dabei arbeitet der Chor immer wieder mit herausragenden Musikern, namhaften Orchestern sowie Solisten, zusammen. Entsprechend dem „Singakademischen Gedanken“ ist ihnen dabei die Pflege des klassischen Konzertrepertoires ebenso wichtig, wie die Erarbeitung und Vorstellung weniger bekannter und zeitgenössischer Werke. Die Aufführungen „Yunus Emre“ und „Fuldensie II – Hugo Staehle“ wurden daher auch vom Hessischen Rundfunk für das Radioprogramm mitgeschnitten. Mit den Konzerten, die überregional Beachtung finden, verschiedenen Gastspielen und Konzertreisen, u.a. nach Berlin, Italien, Tschechien, Israel und in die Niederlande, ist der Städtische Konzertchor Winfridia Fulda ein musikalisches Aushängeschild der Stadt Fulda und ein herausragender Kulturträger der Region.